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Pressemitteilung

 

 

17Dez

Pressemitteilung: Weiter Rüstungsforschung – Universität Augsburg lehnt Zivilklausel ab

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Gestern hat die Universität Augsburg über einen Antrag mehrerer Hochschulgruppen abgestimmt, sich in einer Zivilklausel zu rein friedlicher Forschung und Lehre zu verpflichten. Der Antrag wurde abgelehnt. Damit ist Rüstungsforschung auch weiterhin möglich.

Über 38 Initiativen aus Universität, Stadtgesellschaft und überregionalen Gruppierungen hatten die Universität zuvor in einem offenen Brief aufgefordert, ihrem Leitspruch „Scientia et Conscientia“ – „Wissenschaft in Verantwortung“ gerecht zu werden und sich klar gegen Rüstungsforschung zu positionieren.

Die von der Universität vorgebrachte Begründung, dass auch friedliche Forschung in Zukunft für militärische Zwecke verwendet werden könne, ist eine Farce. “Denn es geht darum sicherzustellen, dass militärische Interessen nicht bereits im Vorfeld Zielrichtung und Fragestellungen bestimmen. Insbesondere Grundlagenforschung wäre von der Zivilklausel z.B. nicht betroffen.”, erklärt Moritz Duchêne (Antragssteller und Sprecher der GRÜNEN Hochschulgruppe).

Verhandlung im Geheimen

Der Vorschlag der Antragsteller*innen ging noch weiter. „Wir möchten Transparenz über alle Drittmittelprojekte herstellen. Als staatliche Einrichtung muss die Universität ihre Geldgeber offenlegen um eine Diskussion darüber zu ermöglichen.“, ergänzt Moritz Duchêne. Nur durch transparente Drittmittelforschung ließe sich sicherstellen, dass eine Zivilklausel auch wirklich eingehalten wird.

Von Transparenz war aber schon bei der Verhandlung nichts zu spüren. Die studentischen Antragssteller und Sachverständige wurden wenige Stunden vor Beginn ausgeladen, die Sitzung dann im Geheimen abgehalten.

Während in den letzten Jahren die Universitätsleitungen zahlreicher Hochschulen  eine Zivilklausel verabschiedeten, entzieht sich die hiesige weiterhin ihrer Verantwortung.

Pressekontakt:

Moritz Duchêne
Tel.: 0157 / 3937 2649
E-Mail: moritz.duchene [ät] gj-augsburg.de

16Dez

Pressemitteilung: Forschung für den Krieg? Präsidentin schließt studentische Antragssteller aus

Zivilklausel

Heute entscheidet die Universität Augsburg über einen Antrag der Studierenden zur Einführung einer Zivil- und Transparenzklausel. Kurzerhand hat die Präsidentin Frau Prof. Doering-Manteuffel die studentischen Antragssteller nun wenige Stunden vorher von der Verhandlung ausgeladen. Es ist diesen nun unmöglich, ihre Positionen vorzutragen. Stattdessen wird über die Thematik im Geheimen verhandelt.

Die GRÜNE Hochschulgruppe kritisiert dieses Vorgehen scharf. „Als staatlich finanzierte Einrichtung muss sich die Universität der Diskussion über ethische Positionen in der Wissenschaft stellen und diese auch öffentlich austragen.“, meint Moritz Duchêne (Sprecher der GRÜNEN Hochschulgruppe).

Dass die Präsidentin die Studierenden als sowieso schon ‚überpriviligiert‘ bezeichnet, ist eine Farce. Mit knapp 20.000 Mitgliedern stellen die Studierenden die größte Gruppe der Universität, haben innerhalb der Unileitung jedoch nur zwei Stimmen. Die Professor_Innenschaft als kleinste Gruppe hat dagegen 17 stimmberechtigte Vertreter_Innen.

„In einer demokratisch aufgestellten und agierenden Hochschule sollten alle Statusgruppen gleichberechtig an den Entscheidungen teilhaben.“, ergänzt Eva Lettenbauer (Sprecherin der GRÜNEN Hochschulgruppe).

Nun wird die Universität im Geheimen darüber entscheiden, ob sie ihrem Leitspruch „Scientia et Conscientia“ – „Wissenschaft durch Verantwortung“ gerecht wird und sich in einer Zivilklausel klar gegen Rüstungsforschung positioniert.

Pressekontakt:
Moritz Duchêne
Tel.: 0157 / 3937 2649
E-Mail: moritz.duchene@gj-augsburg.de

16Dez

Pressemitteilung: Rüstungsforschung – Universität Augsburg entscheidet über Zivilklausel

zivilklausel

Heute entscheidet die Erweiterte Universitätsleitung (EULe) der Uni Augsburg über einen Antrag der Studierenden zur Zivilklausel, der Rüstungsforschung an der Universität einschränken soll. Augsburg wäre damit die erste Hochschule in Bayern und 28te Hochschule in Deutschland, die dieses klare Bekenntnis zur zivilen Ausrichtung von Wissenschaft formuliert.

Bereits über 500  Augsburger Studierende und 38 Initiativen aus Universität, Stadtgesellschaft und überregionalen Gruppierungen fordern die Universitätsleitung in einem offenen Brief auf, ihrem Leitspruch, „Scientia et Conscientia“ – „Wissenschaft durch Verantwortung“, gerecht zu werden und sich klar gegen Rüstungsforschung zu positionieren.

Die Diskussion über eine Zivilklausel in der Friedensstadt wird bereits seit über fünf Jahren  geführt. Der mehrheitlich studentischen Initiative war lange Zeit der Weg in zur Diskussion und Abstimmung in der von Professor*innen dominierten Universitätsleitung verwehrt.

„Es war ein gewaltiger Kraftakt, was die Aktiven hier an der Uni über die letzten 5 Jahre hinweg geleistet haben. Umso glücklicher sind wir, dass die Zivilklausel nun endlich in den entscheidenden Gremien thematisiert wird.“, so Eva Lettenbauer (Sprecherin der GRÜNEN Hochschulgruppe).

Doch der Vorschlag der Antragsteller*innen geht noch weiter. „Wir möchten Transparenz über alle Drittmittelprojekte herstellen. Die Universität muss sich der Diskussion über Ethik in der Wissenschaft stellen – und zwar öffentlich und transparent!“,ergänzt Moritz Duchêne (Sprecher der GRÜNEN Hochschulgruppe).

Aktuell hat lediglich die Unileitung Überblick über die (militärischen) Projekte der Universität Augsburg. Doch insbesondere militärische Forschung unterliegt oftmals Geheimverträgen. Daher kann die Gesellschaft, eigentlich Geld- und Auftragsgeber der Universität, nicht nachvollziehen, was an öffentlichen Universitäten erforscht wird.

„Rüstungsforschung an Universitäten ist leider keine Seltenheit, wenngleich sie oft streng geheim gehalten und daher nicht bekannt wird.“, so Eva Lettenbauer weiter.

Die Forderung nach einer Zivilklausel in Augsburg ist begründet. Recherchen des NDR und der SZ haben im Jahr 2013 Forschung für das US-Militär an Sprengstoffen (LMU München) und militärische Satelitenüberwachungstechnik (Uni Bremen) aufgedeckt. Des weiteren forschen deutsche Hochschulen an Drohnenschwärmen, intelligenter Munition, Handfeuerwaffen, Funktechnologien, und Militärrobotern.

Pressekontakt:
Moritz Duchêne
Tel.: 0157 / 3937 2649
E-Mail: moritz.duchene@gj-augsburg.de

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